Archive for February, 2008

Datacide Soliparty 22.03.08 in Berlin

February 29, 2008

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Praxis Interview – Frontpage 95-01

February 22, 2008

Praxis Rec.

von Joel Amaretto


Wir schreiben das Jahr 1995, und die Karten werden neu gemischt. Neue Szenen bilden sich und neue Innovationen bahnen sich langsam aber sicher ihren Weg. Im vergangenen halben Jahr entstand in Europa ein neuer Underground, der im Hardcore nicht nur einen aggressiven Gegenpol zu Trance, Hardtrance, House und Langweiler-Acid sieht, sondern auch eine politische Ausdrucksform. Die Protagonisten dieser Bewegung verstecken sich in den Vororten von Paris (Gangster Toons Industry, Explore Toi), Berlin (Digital Hardcore Recordings, Capital Noise), Hamburg (Cross Fade Enter Tainment), Frankfurt (PCP, Kotzaak), Kaiserslautern (Napalm) und vor allem mit Praxis Records im Londoner Stadtteil Brixton, wo mit Christoph Fringeli der ideologische Übervater dieser jungen und Außenstehenden schwer zugänglichen Szene sitzt. Joel Amaretto sprach mit dem gebürtigen Schweizer über die nächste bevorstehende Revolution.

FP:
Um alle Zusammenhänge verständlich zu machen, beschreibe zunächst diese neue Form von Hardcore, wie ihn Praxis Records propagiert.
Christoph Fringeli:
Wenn ich es auf einen Nenner bringen will, müßte ich sagen, wir machen experimentellen Hardcore, was natürlich ein weites Feld sein kann und auch sein soll. Wir sind an neuen Sounds und Strukturen interessiert, an Noise und Intensität. Die Einflüsse bei Praxis sind wohl frühe Industrialsachen, Punk, Speedmetal und HipHop. Aber immer nur gewisse Ideen daraus, sowie nicht-musikalische Konzepte.
FP:
Welchen Anspruch stellst du an die Platten, die auf Praxis veröffentlicht werden?
CF:
Die Sachen kommen alle aus einem recht kleinen Kreis von Leuten, die alle sehr gute Freunde sind, d.h. man ist auch auf anderen Ebenen in Kontakt, ein typisches Label-Künstler-Verhältnis gibt’s bei uns nicht. Um auf Praxis zu erscheinen, muß der Sound auf irgendeine Weise weitergehen. Etwas schon Existentes zu reproduzieren, interessiert uns nicht. Experimentieren heißt in unserem Falle auch, daß die Endform nicht von vornherein feststeht. Uns interessiert die Idee des Brechens von Strukturen und das Erforschen von Tiefen. Natürlich sind wir keine Akademiker, auch wenn sich das jetzt so anhören mag. Es ist mir wichtig, daß ich die Sachen zumindest teilweise in einem DJ-Set spielen kann. Daß ich mir vorstellen kann, daß die Beats und Sounds in einem Warehouse aus den Lautsprechern kommen und dabei eine Energie und Intensität produziert wird, die mit einer geistigen Öffnung einhergeht.
FP:
Das klingt teilweise noch stark nach Schlagworten der etablierten Techno-Kultur von Trance bis House. Wie erlebst du die Techno-Kultur in dem Rahmen, wie du sie definierst?
CF:
Die Szene in London ist sehr klein, was Hardcore angeht. Es gibt hier eine tiefe Spaltung. Die härteren Sachen sind einfach nicht salonfähig und es gibt kaum Clubs, die überhaupt Techno spielen. Es sei denn man zählt Trance dazu, was ich nicht tue. Akzeptiert sind nur gewisse Acid- und Detroit-Sachen. Techno ist für mich die Musik, die hier auf den illegalen Raves und Underground Squatt-Parties gespielt wird. Leider sind diese kleiner und seltener geworden, weil die Repression dagegen durch den nun gesetzlich verabschiedeten Criminal Justice Act sehr heftig wurde. Die Opposition gegen dieses Irrsinnsgesetz hat viele Raver politisiert oder in ihrer Ablehnung des Systems gefestigt. Man muß jetzt neue Strategien anwenden und sich besser organisieren.
FP:
Welchen politischen und kulturellen Kontext siehst du für Techno im Allgemeinen und welche Position nimmt dabei Praxis ein?
CF:
Techno, zumindest der Teil davon, der uns interessiert, ist angetreten die überholten, hierarischen Strukturen des Musikmarktes zu zerschmettern. Das gilt nicht nur für den Star, der mit der Bühne verschwindet, sondern auch für das Copyright (den Besitz von Ideen) bis zur Struktur der Musik selbst und dessen, woraus sie besteht. Die Technologie, die das möglich macht, ist im Prinzip der Abfall der militärischen Forschung, der als Unterhaltungselektronik verramscht wird, und es immer jedem möglich macht, diesem Pool von Ideen – der allen gehört – Dinge zu entnehmen und zu geben. Das gilt auch für andere Bereiche, aber die Musik ist der machtvollste, weil sie das Gegenteil dessen impliziert, zu dem wir verurteilt sind: Unbeweglichkeit.So sind die Augen beispielsweise starr auf den TV-Schirm gerichtet, während die Lügen ins Hirn fließen. Natürlich wurde seither in Trance eine Form gefunden, wo die Hirnwäsche auf der Tanzfläche fortgesetzt werden kann. Dort ist der Ablauf der Nacht schon mehr oder weniger festgelegt, die Möglichkeiten eingeschränkt. Die deliröse Freiheit eines Free Festivals, das keinen oder kaum Eintritt kostet, ist hingegen ein totaler Bruch mit den kapitalistischen Werten und damit auch die Geburtsstätte neuer Communities.

Deshalb werden sie auch verboten und mit militärischem Polizeiaufgebot unterdrückt. Megaraves und Pop-Techno interessiert uns nicht, weil sich da nichts Neues tut: Das ist totaler Konformismus und es macht keinen Unterschied, was da für Musik läuft. Wir glauben aber auch nicht, daß das das subversive Potential schmälert. Ein Problem ist nur, daß beides als Techno bezeichnet wird, obwohl es sich um unkompatible Dinge handelt. Vielleicht gibt es eine Grauzone zwischen illegalem Untergrund und Kommerz, in die es sich lohnt zu investieren.

FP:
In Deutschland versuchen Label wie Cross Fade Enter Tainment, Capital Noise, DHR und teilweise auch PCP den Begriff Techno ganz zu vermeiden. Sie sagen, das einzige, was sie mit Techno verbindet, sind dieselben Produktionsmittel.
CF:
Ich sehe die Notwendigkeit,sich gegen das ganze Spießertum abzugrenzen, weil man sonst von den falschen Leuten in den selben Topf geworfen wird. In England macht es gerade noch Sinn das Wort zu verwenden, obwohl auch immer weniger. Aber das ist ja auch so mit Worten wie Underground und Hardcore. Ich denke, daß wir in einer Umbruchphase sind, die vielleicht schon 1995 reif zur Explosion wird. Der Name wird sich schon von alleine finden.
FP:
Wie stehst du zur kommerziellen Ausschlachtung von Techno?
CF:
Einerseits bin ich gegen Underground-Elitismus, andererseits ist es schon so, daß sich Sachen, die populär werden, bald in Dünnschiß verwandeln. Ausschlachtung bedeutet, daß Leute oder Interessengruppen sich eines Gebiets annehmen, einzig, weil sie da eine schnelle Mark wittern. Das hat schnell mal die Folge, daß kaum mehr Integrität auf einem Gebiet zu finden ist. Das Problem bei Techno ist in diesem Zusammenhang, daß offenbar die Musikindustrie ihre alten Strategien mehr und mehr auch bei dieser Musik in Anwendung bringen konnte, wo dies eigentlich hätte unmöglich sein sollen. Es gibt jetzt wieder den Starkult! Aber bis uns sowas passiert, sind wir schon wieder ganz woanders.
FP:
Mit welcher Motivation bringt ihr euer politisches Bewußtsein ein, wo Techno im Volksmund doch nur als sinnvoller Freizeitspaß für die Jugend angesehen wird? Wie ist eure Labelphilosophie?
CF:
Mit der Trennung von Freizeit und Arbeit können wir nichts anfangen. Es ist einer der Dualismen einer Gesellschaft, die wir bekämpfen, setzt doch Freizeit voraus, daß man den Rest der Zeit versklavt wird. Gleichzeitig wird hier in England Techno nicht unbedingt als sinnvoller Freizeitspaß angesehen. Es ist schon eher eine Outlaw Music und -Kultur, wenn man von den ganzen sogenannten Intelligent-Sachen einmal absieht. Das hat viel mit der hiesigen Klassengesellschaft zu tun. Ich glaube, daß jedes Label politisch ist, gerade die, die behaupten, unpolitisch zu sein, erklären damit doch bloß, daß sie den Status Quo unterstützen. Es ist unvermeidlich, daß sich das politische Bewußtsein in dem ausdrückt, was man macht. Alles was wir tun, ist Teil unseres ganzen Lebens, unserer Bedürfnisse, von Träumen, Liebe und Haß…Und damit hat alles auch eine politische Dimension, nicht nur in einem abstrakten Sinn, sondern auch mit einem direkten Einfluß auf unsere Aktivitäten. Der Criminal Justice Act, der Festivals praktisch verbietet und sowohl den nomadischen Lebensstil der Travellers, wie auch das Hausbesetzen fast verunmöglicht, ist nur ein Teil einer generellen Entwicklung zu mehr Kontrolle, die, wenn wir sie nicht mit allen Mitteln bekämpfen, in eine totale Überwachung und Bevormundung münden werden.

Wir sehen uns aber nicht so sehr als ein Label, das Musik und andere Medien benutzt, um einen ultralinken Standpunkt zu propagieren, sondern als eine Gruppe von Leuten in der Tradition radikaler kultureller Bewegungen wie Dada, Surrealismus, und vor allem den Situationisten, ohne sich dabei an eine davon speziell anzulehnen. Wir haben eher den selben Geist bei der Verbindung von Leben, Kunst und Revolte. Wir sind Teil eines Invisible College, eines unsichtbaren Netzwerks, das den Planeten umspannt. Während wir natürlich in einer Tradition experimenteller elektronischer Musik stehen, sind Denker wie de Sade, Bataille oder Virilio ebenso wichtig.

FP:
Seid ihr an einer Systemveränderung interessiert und auf welchem Wege?
CF:
Sicher wollen wir die Systemveränderung. Aber wir glauben nicht, daß eine soziale Revolution im traditionellen Sinn ansteht. Revolutionäre Zellen zu bilden heißt heute, experimentelle Labors aufzubauen, die Viren konzipieren, die Kontrollmechanismen zugrunderichten und Kommandos, die kulturelle und politische Stätten der Unterdrückung in temporäre autonome Zonen verwandeln und verteidigen. Um diese Ziele zu erreichen können wir uns der Technologie bedienen, sie mißbrauchen und in den Dienst eines experimentellen poetischen Terrorismus stellen, dessen Ziel unsere Souveränität als physische Körper und unabhängige Geister ist.
FP:
Politik und Techno in England. In Deutschland denkt man da spontan immer nur an den Spiral Tribe und ihren Widerstand gegen die Staatsgewalten. Wie steht ihr zu den Techno-Travellern?
CF:
Ich habe enormen Respekt für den Spiral Tribe, die ja jetzt über ganz Europa verstreut sind und vor allem für die französische Szene sehr wichtig waren. Sie waren auch von ganz außerordentlicher Wichtigkeit für den hiesigen Techno-Untergrund, konnten aber eigentlich seit ’92 nicht mehr viel machen, weil sie wegen des gigantischen Castlemorton Festivals vor Gericht waren. Natürlich gibt’s noch Dutzende weitere Sound Systems hier, die teilweise immer noch Land-auf-Land-ab Parties machen und denen Respekt gebührt, aber die Spirals waren in gewissem Sinn schon das wichtigste und umstrittenste.
FP:
Mit welchen Labels oder Acts fühlt ihr euch geistig verbunden?
CF:
Da ist zunächst mal PCP, die immer eine große Inspiration waren. Natürlich Underground Resistance anno ’91, Atomu Shinzo, Lenny D. und Drop Bass Network. Dann gibt’s eine Reihe neuerer Labels und wir sind zuversichtlich, daß sich aus diesem Netzwerk eine neue Phase für Post Techno Hardcore entwickeln wird: Network 23, DHR, Cross Fade, Explore Toi, TNT und die ganzen französischen Gangstas, DJ Deadly Buda aus Pittsburgh, Caustic Visions und eine Reihe anderer, mit denen wir auch auf verschiedene Art kollaborieren werden.
FP:
Ihr organisiert in London auch Parties. Wie muß eine perfekte Party für euch aussehen?
CF:
Ich glaube nicht, daß man eine perfekte Party organisieren kann. Da müssen Elemente zusammenkommen, die außerhalb der Kontrolle der Organisatoren sind. Man kann aber sehr gute Parties organisieren. Wir machen einmal im Monat eine Party in einem berüchtigten Squatt in Brixton, einer Art anarchistischem Zentrum unter dem Motto Dead By Dawn. Sie sind sehr klein, werden aber immer perfekter.
FP:
Kürzlich fiel mir auch noch ein Magazin namens Alien Underground in die Hände, das auch von euch stammt…
CF:
Alien Underground war der nächste logische Schritt, nachdem wir Anfang ’94 angefangen haben, einen Newsletter zu publizieren. Es gab einfach mehr Ideen, als wir dort in die 8 Seiten packen konnten, zudem gab es in England kein Techno-Magazin in der Art, wie wir das gern hätten. Die Idee ist Musik-Features über Leute, die interessante experimentelle und Hardcore-Sachen machen, Plattenbesprechungen, Interviews, Essays, Buchbesprechungen, die um die Ideen kreisen, um die es auch in diesem Interview geht, zu verbinden. Sprich: Subversive Techno Culture pur. Störsignale, Noise, the invisible insurrection of a million minds. Die 2. Ausgabe erscheint Januar ’95 und ist von Deutschland aus erhältlich für 3 IRC’s (International Reply Coupons, gibt’s bei der Post), die einfach an uns gesandt werden: Praxis/Alien Underground, B.M.Jed., London WC1N 3XX, England.
FP:
Was plant ihr für 1995?
CF:
Drei bis vier Ausgaben des Magazins, Newsletters, auch eine kleine regelmäßige Publikation auf dem Internet, ungefähr monatlich eine 12″, eine CD-Compilation mit langsameren experimentellen heavy Material, die wir schon ‘ne Weile zusammengestellt haben, ein bis zwei Alben, sowie eine Compilation von schon veröffentlichtem und großteils vergriffenem Material. Natürlich machen wir auch mit den Parties weiter und spielen auch im Ausland immer mehr. Bestimmt und hoffentlich passieren auch viele unvorhergesehene Dinge.
FP:
Und wie sieht eure Vision für 1995 aus?
CF:
Der unsichtbare Aufstand gewinnt Kraft!

An overview of the British radical left party press.

February 3, 2008

An overview of the British radical left party press.

The radical press in Britain still consists largely of the papers of the various organisations that situate themselves in the left radical milieu.
A visit in Housmans Bookshop in King’s Cross can easily yield a mostly depressing collection of papers by the saddest of organisations. What exactly is their purpose in this world? We try to find out by reading their publications.

For different reasons I have left out some papers from this article, such as News & Letters and Solidarity, as well as the anarchist and ultra-left/left-communist press.

The most industrious people around are no doubt the Trotskyists, where the work ethic has reached all time heights.
Socialist Worker is the most well known and most populist paper. It’s the weekly paper of the Socialist Workers Party. The SWP is the largest of the Trotskyist organisations in Britain, but has recently abandonned many left-wing essentials in order to form a partnership with the Muslim Association of Britain (an offshoot of the clerical-fascist Muslim Brotherhood) in the electoral party Respect, which won one seat in parliament with George Galloway (see Anti-Imperialism article in the last datacide).
While Socialist Worker will still embrace communist positions if they are located in the past, recent highlights are the fight against supposed “islamophobia”, thereby at least tolerating reactionary proto-islamist positions.
Looking at other publications of the SWP one gets the impression that the more “popular” they are supposed to be (Socialist Worker being the most “popular”), the more opportunistic the politics are.
The SWP is notorious in Britain for trying to instrumentalize any “popular movement” and creating front organizations; in the past it was the Anti-Nazi League, or their involvement with the campaign against the Criminal Justice Bill, then it’s the struggle with their new Muslim Brotherhood comrades. After the recent split in Respect (mainly between Galloway and the SWP), it is currently unclear what the next steps will be.
This doesn’t mean that there is a core in the organization upholding the central principles of Leninism and ultimately coming forward with a revolutionary program, although to make that impression may well be the plan of the Central Comittee. As undesirable such a Leninist concoction would be anyway, it is more likely that the organisation gets poisoned a little bit more every time it delves into new lows of opportunism.

But the SWP are by no means on their own down there.

The News Line is the daily paper of the Workers Revolutionary Party, another Trotzkyist sect – once upon a time the strongest of the said, but after a debilitating split in 1985 merely a shadow of its former self. Long gone are the glory days when John Lennon used to donate money (to their predecessor organisation, the Socialist Labour League), and – later – actress Vanessa Redgrave was a prominent member. Nevertheless they still manage to publish The News Line almost every day. In the early 80’s News Line was accused of being financed by Libya, a claim that was at first fiercely disputed, but after the split confirmed by former members.
Who continued to finance the operation since then is unclear, some have suggested Ba’athist Iraq, which begs the question how they could have maintained operations since 2003.
Consistent with the above however is their extreme anti-imperialism (supporting the Taliban during the Afghanistan war) and their radical “anti-Zionism”.
There are sources who say that News Line/WRP have not just earned their money for providing a forum for pan-Arab and islamist ideology in the British Left, but also for spying operations on Iraqi opposition to the Ba’ath regime and on prominent Jews in Britain.

Competing for the title of the most “anti-Zionist” organisation is also the Spartacist League, publishing the paper Workers Hammer. Apparently believing that a bit of anti-Israeli propaganda is always worth front page news, or some sort of back entrance to the consciousness of the proletariat.
August Bebel called it the “Socialism of the stupid guy”, but a hundred years on this is still striving.
Much less of the coverage, compared to the two other rags so far, is dedicated to social struggles, some is covering the history of the revolutionary movement, but much more content is dedicated to recent splits in other Trots organisations. For example they go to extraordinary lengths writing about the split in Workers Power, a rival Trotskyist sect, mainly of course in order to present their own position as superior to the ones of the competition.
To be as intransigent as possible leads to radical contortionism, at least in the Trotskyist scene. The Spartacists (or Sparts as some former members jokingly refer to them) certainly manage to outdo the competition by standing up for Stalinism at the same time as referring to it as a “political counter-revolution”.

Then why not be all out Stalinists like the New Communist Party, who publish the weekly New Worker?
Once upon a time there were Marxist-Leninist “parties” oriented toward the Albania of Enver Hoxha, glorifying poverty and voluntary exploitation in the name of the nation.
For those who want to present famine+nukes as a revolutionary concept, North Korea is the role model today.
While the Sparts still involuntarily have to employ some pseudo-dialectics, the hardcore Stalinists can only hope that the cheques keep coming from somewhere as their revolutionary concepts have ground to a halt.

It gets (maybe surprisingly) a bit more interesting again with the wreckage of the traditional Communist Party of Britain, or: Great Britain respectively.
Predictably the result of a split, the CPB is publishing the traditional daily, the Morning Star, while the CPGB is publishing the Weekly Worker. Both position themselves in the tradition of the Communist Party of Great Britain, that officially existed until 1991.
The Morning Star is similar to Socialist Worker as a publication that tries to create a broader left wing front with all the clichés intact; appearing daily it’s the only of the above papers which is available at selected newsagents. It grew out of the Daily Worker, the historic daily paper of the (historic) CPGB.
In this context more interesting is the Weekly Worker, where it appears that some Trotzkyists have take over the direction. They seem to regard their own (new) CPGB as a nucleus out of which a “new Marxist Party” should develop over the next few years. Thus they criticize Respect as well as the idea that the Labour Left could take over the party again and make it a party of the class again.
But of course it has been a running gag in the British left to create a “real” working class alternative to the Labour Party.

A few years ago, the electoral coalition Socialist Alliance was supported by most of the above organizations; since then the SWP pulled out to try their luck with Respect, and the SA has folded and the scene is in disarray.
This is just as true for the whole range of other smaller sects such as the recently split Workers Power, and (product of the split) Permanent Revolution respectively.

One has to wonder what the function of these organizations and papers actually are in current society. One would automatically assume them to be the fighting organizations of the working class to overthrow capitalism, but that doesn’t seem to be congruent with reality.
Maybe they are the nuclei of such an organization existing due to the ebb in actual revolutionary struggles.
Or maybe they have a completely different function.

Our thesis is that they have basically 2 different functions. One is to split the audience: Usually people are put off by just about anything these organizations bring across, both form and content. Only a tiny minority is attracted to the prospect of this sort of revolutionary struggle, often on the basis of a view of the past, and with a desire to repeat or complete the glorious revolutions of the past. This minority is usually not going to function as a “constituency”, instead they will become militants themselves.

This explains how the various sects can reproduce themselves without having much of a basis or constituency.
They suck up generation after generation of young people who “really want to do something” against the capitalist nightmare, either to spit them out disillusioned and frustrated, or to keep them in the bowels of Trotzkyism (or Stalinism), getting slowly digested in their journey from one split to another and one sect to another.

Thus their function is – to adopt their speak for a moment – objectively counter-revolutionary.